IRTG 2676 - Imaging quantum systems: photons, molecules, materials (DFG-Projekt)

Quantentechnologie ist ein Schlüsselgebiet für zukünftige Anwendungen, die unser tägliches Leben revolutionieren werden. Sie macht sich quantenmechnische Effekte zunutze, um Informationen zu speichern, zu verarbeiten und zu übertragen, was zu neuartigen Phänomenen, Konzepten und Funktionalitäten führt. Die Bildgebung von Quantensystemen wie beispielweise Photonen, Molekülen und Materialien steht an vorderster Front der Forschung in den angewandten Quantenwissenschaften, mit der klassische Auflösungsgrenzen überwunden werden können. [weiterlesen...]

 


IRTG-Gastwissenschaftler von der University of Calgary, Kanada zu Besuch

Im Zeitraum vom 14. September 2026 bis 18. September begrüßen wir einen IRTG-Gastwissenschaftler, Herrn Prof. Dr. Wenyuan Wang von der University of Calgary, Kanada. 

Er wird im Zuge der IRTG-Vorlesungsreihe am 

Dienstag, 15. September 2026 (13 Uhr, Hörsaal II) 

einen Vortrag zum Thema “Towards implementation-secure and scalable quantum key distribution: protocols and networks” halten und steht während seines Aufenthalts für fachliche Gespräche und wissenschaftlichen Austausch gern zur Verfügung. Während dieser Zeit wird er einen Büroarbeitsplatz in der AG von Prof. Scheel haben. Informationen zum Vortrag und zu Prof. Barzanjeh


Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt Emmy Noether-Forschungsgruppe zur Spektroskopie organischer Molekülkristalle mit hohen Harmonischen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert eine neue Emmy Noether-Forschungsgruppe am Institut für Physik der Universität Rostock unter der Leitung von Dr. Franziska Fennel. Ziel des Projekts ist es, die Erzeugung hoher Harmonischer in organischen Molekülkristallen (OMKs) zu erforschen und diese als spektroskopisches Werkzeug zu erschließen. Über einen Zeitraum von zweimal drei Jahren erhält das Projekt neben der Stelle von Frau Dr. Fennel, drei Stellen für Doktoranden*innen, eine Postdoc-Stelle sowie weitere Sachmittel mit einem Gesamtumfang von 2Mio €. 

OMKs sind eine faszinierende Materialklasse mit großem Potenzial für die Elektronik der Zukunft – etwa in organischen Leuchtdioden (OLEDs), Solarzellen oder Sensoren. In den OMKs sind einzelne Moleküle in einem Gitter angeordnet. Durch diese Ordnung entstehen faszinierende neue Eigenschaften, die sich deutlich von einzelnen Molekülen unterscheiden. Um die Eigenschaften der Molekülkristalle zu verstehen, braucht es einen tiefen Einblick in die physikalischen Prozesse auf ihrer natürlichen Zeitskala von Femto- und Pikosekunden. 

Während Hohe Harmonische Strahlung – eine kohärente Strahlung, die bei der Wechselwirkung starker Laserfelder mit Materie entsteht – in Gasen und anorganischen Festkörpern bereits etabliert ist, ist ihre Erzeugung in OMKs noch völlig unerforscht. Hier setzt die neue Forschungsgruppe an: Das Team untersucht erstmals, wie Hohe Harmonische in OMKs entstehen und wie deren spektroskopische Signatur genutzt werden kann, um ultraschnelle Vorgänge sichtbar zu machen. 

Das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft eröffnet herausragend qualifizierten Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen die Möglichkeit, sich durch die eigenverantwortliche Leitung einer Nachwuchsgruppe über einen Zeitraum von sechs Jahren für eine Hochschulprofessur zu qualifizieren. Eine Emmy Noether-Förderung erfolgt nach einem mehrstufigen Bewilligungsverfahren und hat eine Bewilligungsquote von ca. 20 %. Dr. Franziska Fennel freut sich über die positive Begutachtung und sagt: „Der Rückenwind durch die Hochschulleitung und des gesamten Institutes für Physik war extrem hilfreich und zeigt, dass die Forschungsbedingungen in Rostock ideal sind.“ 

Dr. Franziska Fennel war bislang Postdoc in der Arbeitsgruppe „Dynamik molekularer Systeme“ unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Lochbrunner am Institut für Physik der Universität Rostock. Mit der neu eingeworbenen Emmy Noether-Forschungsgruppe geht sie nun den nächsten Schritt in ihrer wissenschaftlichen Karriere und baut eine eigene, unabhängige Forschungsgruppe auf. Frau Dr. Fennel blickt neugierig auf die kommende Zeit: „Ich freue mich extrem, dass mein tolles Team weiterwächst und wir diese spannenden Fragen zu den Starkfeldeffekten in den OMKs untersuchen können. Die Forschungsumgebung durch den SFB 1477 LiMatI, das IRTG 2676 „Imaging Quantum Systems“, das Department Leben, Licht & Materie (LL&M)ELMI-MV und das neu gegründete HEDI bietet hervorragende Möglichkeiten zur Kooperation mit anderen Wissenschaftler*innen.“

Die Experimente werden in einem Labor LL&M durchgeführt. Hier überlässt Prof. Lochbrunner der Nachwuchsgruppe ein vollausgestattetes Laserlabor, in dem die Starkfeldexperimente bei idealen Bedingungen durchgeführt werden können. Prof. Lochbrunner gratuliert herzlich: „Der erfolgreiche Antrag von Frau Dr. Fennel ist nicht nur für sie ein erfolgreicher Meilenstein, sondern stärkt auch das ganze Institut und unsere Verbundprojekte. Ich bin sehr gespannt auf die kommenden Forschungsergebnisse.“

Kontakt:

Dr. Franziska Fennel
Universität Rostock
Institut für Physik
Tel.: +49 381 498 6966
E-Mail: franziska.fennel[at]uni-rostock[dot]de

Warum Rostock der perfekte Ort für deine Promotion ist

Promovieren in Rostock:

wo Wissenschaft auf Meer trifft


Veranstaltungen


Science@Sail

weitere Informationen...

Doktoranden-Seminar von LiMatI

weitere Informationen...

Wettkampf der Institute

um den Titel "Bestes Institut der MNF"